Unterwegs zum Energiecamp

Wer mit dem Zug nach Murau angereist ist, wechselte in Unzmarkt auf die schmalspurige Murtalbahn. Unterwegs stieg Betriebsleiter Bernhard Wallner zu und erzählte auf der gemütlichen Fahrt nach Murau über die lange Tradition der Regionalbahn und ihre Entwicklung.

Die 1894 eröffnete Schmalspurbahn diente seit jeher dem Güter- und Personenverkehr und ist Teil der Steiermärkischen Landesbahnen. Mit ihren rund 65 Kilometern ist sie die zweitlängste Schmalspurbahn Österreichs und verbindet Unzmarkt und Tamsweg. Heute wird sie nicht nur für Nostalgiefahrten genutzt, sondern sie ist wichtiger Bestandteil des Regionalverkehrskonzeptes. Vor allem Fahrradtouristen nutzen die Bahnverbindung in den letzten Jahren zunehmend.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit die Hauptwerkstätte in Murau zu besichtigen, in der die original erhaltenen Dampflokomotiven aus nächster Nähe bewundert werden konnte.

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Und jetzt ab zum Energiecamp.

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Was passiert in der Praxis?

ALARMSTUFE ROT – Was passiert in der Praxis?

Der zweite Themenblock der Vortragsreihe am Energiecamp 2016 widmete sich der Praxis. Unter dem Titel „Was passiert in der Praxis?“ erzählen Dr. Eveline Steinberger-Kern, Mag. Jürgen Suschek-Berger und Mag. Gundel Perschler von Praxisbeispielen.

Nach einer kurzen Kaffeepause erklärte Dr. Eveline Steinberger-Kern, Geschäftsführerin von The Blue Minds Company, wie ihr Unternehmen Start-Up-Unternehmen und GründerInnen hilft. The Blue Minds Company ist ein österreichisches Unternehmen welches international vertreten ist. Sie unterstützen Start-Ups die bereits ein Konzept entwickelt haben und Hilfe bei der Umsetzung der Geschäftsmodelle benötigen. „Wir sagen, dass es mehr an den Geschäftsmodellen mit neuen Technologien fehlt. Man muss Wind in die Segel bekommen um Geld und Wertschöpfung zu verdienen“, erklärt Steinberger-Kern. Kunden von The Blue Minds Company sind beispielsweise bgood und Collective Energy.

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Dr. Steinberger-Kern stellt ihr Unternehmen The Blue Minds Company vor. 

Der zweite Vortrag zum Thema Praxis wurde von Mag. Jürgen Suschek-Berger gehalten. Er leitet das interuniversitäre Forschungszentrum Graz, welches im Bereich Energie und Klima forscht. Das neue Projekt „BEZUG“ beschäftigt sich mit der Frage, wie es den Gemeinden ergeht, welche Themen in den Gemeinden wichtig sind und welche Maßnahmen zukünftig zu setzen sind. Wünschenswerte Maßnahmen vieler Gemeinden sind beispielsweise Energieversorgung, Mobilität, Hochwasserschutz und Arbeitsplatzbeschaffung. Die zehn Maßnahmen, welche vom Forschungszentrum Graz ausgewählt wurden, sind unteranderem LED Straßenbeleuchtung, Hochwasserschutz, Gebäudesanierung, Mobilitätsverhalten, Bauernmärkte und Geschäftsflächen im Ortskern.

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„Zukunft ist grün, digital und elektrisch“, Mag. Gundel Perschler.

„Unsere Möglichkeiten sind da, wir müssen sie nur annehmen.“ Mag. Gundel Perschler, Geschäftsführerin der Energie Steiermark Mobilitäts GmbH erklärt die Zukunft der Energieversorgung. Grün, Digital und Elektrisch – so können wir eine nachhaltige Zukunft gestalten. Momentan stützen wir uns noch immer auf den fossilen Antrieb, aber die Alternativen wie Solar, Sonne und Biotreibstoff sind Produkte mit unendlichen Ressourcen und deshalb sehr attraktiv. „Die Elektromobilität wird stetig wachsen, denn der Anschaffungspreis wird geringer und Elektrotankstellen werden bis 2020 lückenlos ausgebaut werden. Wenn wir alle unseren Beitrag leisten, können wir uns in eine nachhaltige Zukunft entwickeln“, stellt Perschler fest.