Herzlich Willkommen beim Energiecamp 2017!

Es ist wieder soweit, nach 2015 und 2016 ist Murau bereits zum dritten Mal in Folge Austragungsort des Energiecamps.

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Unter dem Motto „ENERGIE MOBIL – (E-) Mobile Herausforderungen im Ländlichen Raum“ finden sich auch heuer wieder zahlreiche InteressentInnen zum gemeinsamen Informieren, Diskutieren und Ausprobieren ein.

 

Wie gestalten wir unsere Mobilität? Welchen Nutzen hat E-Mobilität für den Tourismus? Und wie fühlt sich Tesla Power wirklich an? Den Antworten auf diese und auf zahlreiche weitere Fragen, werden in den nächsten Tagen und Stunden auf den Grund gegangen.

 

Wer dieses Mal nicht live mit dabei sein kann, hat die Möglichkeit auf diesem Blog das Geschehen zu verfolgen. Weiterführende Infos und noch mehr Bilder gibt es auf der Facebook-Seite „Energiecamp Holzwelt Murau“ bzw. via Twitter unter #energiecamp.

 

Mit großer Vorfreude und jeder Menge (CO2 neutralem) Vollgas starten wir ins Energiecamp 2017!

 

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Das war das Energiecamp 2016

Das Energiecamp Holzwelt Murau 2016 ist vorbei. Es waren interessante und lehrreiche Tage, bei denen die TeilnehmerInnen viel lernen und mitnehmen konnten. Der Donnerstag war noch recht theoretisch aufgebaut: Vorträge von Experten wie Dr. Heinz G. Kopetz (Präsident der World Bioenergy Association), Harald Kraxner (Geschäftsführer der Leaderregion Holzwelt Murau), Dr. Eveline Steinberger-Kern (Geschäftsführerin von The Blue Minds Company) und Mag. Jürgen Suschek-Berger (Interuniversitäres Forschungszentrum Graz) standen auf der Tagesordnung.

„Die Vorträge waren sehr interessant und vielfältig. Jeder hat seinen Fachbereich eingebracht und die Exkursionen waren auch toll. Man konnte die Menschen dahinter treffen und herausfinden was die machen.“ Johann Jungwirth

Der Freitag gestaltete sich sehr praktisch: Die Teilnehmer hatten die Wahl aus zwei verschiedenen Exkursionen. Die eine führte sie zum Murkraftwerk und dem Nahwärmeheizwerk Murau. Die zweite Exkursion beschäftigte sich mit dem Projekt „Lärche offensiv“ und der Besichtigung eines Bio-Bauernhofes. 

„Mir haben die Vorträge von den zwei Damen (Dr. Eveline Steinberger-Kern und Mag. Gundel Perschler) sehr gut gefallen. Da hab ich am meisten gelernt! Und die Exkursion in den Wald hat mir auch sehr gut gefallen, es war wunderschön! Der Moderator der Vorträge war zudem sehr kompetent und das Buch von Dr. Kopetz werde ich mir definitiv kaufen!“  Teilnehmerin aus der Steiermark

Nach einem abschließenden Mittagessen hatten die TeilnehmerInnen noch die Möglichkeit eine Auswahl des Fuhrparkes der Energie Steiermark zu testen. Der E-Mobilitätsparcours bietet neben E-Rollern, E-Bikes und  Twizy’s auch einen Elektro-BMW zum testen an.

„Die Exkursion zum Nahwärmekraftwerk hat mir voll gedaugt! Die Organisation des Camps war außerdem sehr toll!  Bei den Vorträgen haben mir aber kritische Perspektiven bezüglich sozialem Engagement gefehlt. gaben gefehlt.“ Johannes Schwarz

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden, Experten und Expertinnen und TeilnehmerInnen für diese gelungene Veranstaltung im Brauhaus Murau. Nur Dank eurer tollen Ideen und Fragestellungen und eurer guten Stimmung, war das Energiecamp Holzwelt Murau 2016 so erfolgreich!

 

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Lärche offensiv & Bio-Bauernhof

Der zweite Tag im Energiecamp 2016 startet mit zwei spannenden Exkursionen! Die Erste, welche wir begleitet haben, führt uns zum Projekt „Lärche offensiv“ und zu einem Biobauernhof in der Region Murau.

Bezirksförster Ing. Albert Dorfer führte die Gruppe der TeilnehmerInnen in einen Teil des Murauer Forstgebietes und erklärte das Projekte „Lärche offensiv“, welches 2008 geboren wurde. „Kohlendioxid ist noch immer der Mangel, der bei einer Pflanze da ist, wenn alle anderen Nährstoffe vorhanden sind“, erklärt Dorfer. Ein großes Problem stellt der Wildverbiss in Österreich dar. Im Jahre 1950 hatten wir in Österreich einen Gesamtabgang von 10.000 Stück Wild, 2004 waren es bereits 74.000! Diese Zahlen sind alarmierend, und erschweren die Aufforstung. Ing. Dorfer gibt nützliche Tipps: „Ich muss nur schauen, dass ich dem Baum den ich forcieren möchte, einen Vorsprung verschaffe! In dem ich beispielsweise, der Lärche den Platz den sie benötigt verschaffe und eine Astreinigung durchführe!“ Aber auch in der Gruppe tauchten einige Fragen auf: Streunutzung, Strukturwandel von Land- und Forstwirtschaft, Jagd in Österreich, Schutzwald und Endbaum, waren einige der interessanten Themen.

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Bei einer aufschlussreichen Busfahrt, bei der die TeilnehmerInnen noch einiges über Laubwälder und Lärchen erfahren durften, fuhr der Bus auf 1200 Höhenmeter. Dort befindet sich der „Zurück zum Ursprung“-Bio-Bauernhof von Familie Bischof. Sie führen seit 1994 einen reinen Bio-Heumilchbetrieb und besitzen 87 Stück Vieh, 21 davon sind Melkkühe. Zum Bauernhof gehören 75 Hektar Land, 33 Hektar davon sind Grünfläche und die restlichen 42 dienen der Forstwirtschaft.

„Das Tierwohl kommt als Problem dazu! Darüber muss sich ein Bauer Gedanken machen! Wir haben uns entschlossen den ganzen Stall tiergerecht umzubauen, damit die Tiere frei herumlaufen können!“ Katharina Bischof

Zum Start der Führung wird der Heuboden besichtigt. Er ist ein großes Projekt der Familie Bischof, denn er wurde neu ausgebaut. Die TeilnehmerInnen finden besonders an den direkten Bodenklappen, die in den darunter gelegenen Stall führen.

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Die TeilnehmerInnen konnten einen Bio-Bauernhof kennenlernen.

Im geräumigen Kuhstall sehen die TeilnehmerInnen neben den Kälbern auch Dauerleistungskühe und eine Melkanlage. Familie Bischof versucht die vielen aufkommenden Fragen der Energiecamp-TeilnehmerInnen mit bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Diskutiert wird über den Milchpreis, Zucht, Milch- und Fleischproduktion auf. „Manchmal ist es natürlich schwierig sich von einem Vieh zu trennen. Besonders in Kleinbetrieben baut man oft eine Beziehung zum Tier auf“, so der Heumilchbauer Bischof auf die Frage einer Teilnehmerin.

Zum Abschluss der Exkursion spendierte Familie Bischof noch Kaffee, frischen Saft, Kuchen und Bier!

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Zum Abschluss gab es vor dem Hof noch Kaffee & Kuchen

 

 

„Mutter Erde ruft um Hilfe“

„Mutter Erde ruft um Hilfe – Energiepolitik führt die Menschheit in den Abgrund“ Dr. Heinz G. Kopetz im großen Interview.

Der erste Tag des Energiecamps 2016 in Murau ist vorüber. Bevor die TeilnehmerInnen jedoch entlassen wurden, stand noch eine spannende Lesung und Podiumsdiskussion mit Dr. Heinz G. Kopetz am Programm. Im Buch „Mutter Erde ruft um Hilfe – Energiepolitik führt die Menschheit in den Abgrund“ antwortet Kopetz auf verschiedenste Fragen bezüglich Klimaveränderung und Energiepolitik.

„Die bisherigen Katastrophen als Folge des Klimawandels sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was bei Fortsetzung dieser Politik auf die Generation unserer Kinder und Enkel zukommt.“ Heinz G. Kopetz

„Wir haben mit diesem Buch versucht die Problematik der Klimadiskussion vereinfacht darzustellen“, erklärt Kopetz. Die Bausteine des Buches sind, unteranderem, die Darstellung von Messergebnissen. Ein großes und unbekanntes Problem ist, dass die Co2 Emissionen von den Ozeanen absorbiert werden, wodurch der Co2-Gehalt in den Meeren steigt und deren PH-Wert verändert wird. Die Lebensbedingungen für Plankton werden dadurch verschlechtert. Experten warnen, dass dadurch die Fischpopulation sinken wird.

„Solange Subventionen für Öl, Gas und Kohle nicht abgebaut werden und die Staaten keine Kohlenstoffsteuer einführen, wird sich am Trend des Energieverbrauchs nicht viel ändern.“ Heinz G. Kopetz

„Wir haben ein echtes Problem mit der Zeit, denn es gibt einen Unterschied zwischen wirtschaftlichen, finanziellen Problemen und klimatischen Problemen. Finanzielle Probleme können von Menschen gelöst werden, beim Klimawandel ist es die Natur, und die können wir nicht ändern. Wenn wir die Klimaerwärmung ignorieren, müssen wir die Zeche dafür zahlen.“ argumentiert Kopetz. Weiters sagt er, dass wir nur mehr fünf bis zehn Jahre Zeit haben um die Erderwärmung zu stoppen. Danach sei dieses Zeitfenster für die nächsten 400 bis 500 Jahre wieder geschlossen und wir können die Erwärmung nicht mehr stoppen. „Wenn, dann müssten wir jetzt handeln“, meint Kopetz.

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„Mutter Erde ruft um Hilfe“ Dr. Kopetz im Interview

Nach dieser Einführung in die Materie des Buches „Mutter Erde ruft um Hilfe“, wird das Publikum aktiv und stellt Kopetz fachliche Fragen zu den Themen Klimagerechtigkeit, Co2-Steuer, Durchsetzung von Gesetzen und Steuern, Donald Trump und der Klimakonferenz in Paris. Diese belebte Diskussion schließt den ersten Tag des Energiecamps 2016 in Murau glorreich ab.

„Wir müssen zurück zu einem nachhaltigeren Lebensstil!“

Alarmstufe Rot – Intensivworkshops

Am späten Nachmittag geht es beim Energiecamp 2016 mit den Intensivworkshops weiter. Mag. Jürgen Suschek-Berger, Leiter des interuniversitären Forschungszentrum Graz, Dr. Eveline Steinberger-Kern, Geschäftsführerin von The Blue Minds Company und Harald Kraxner, Geschäftsführer der Leaderregion Holzwelt Murau diskutierten und vertieften mit den TeilnehmerInnen verschiedenste Themen, aufbauend zu den Vorträgen.

Intensivworkshop Nr. 1 – „Energy Transition & Green Inkubator“ mit Dr. Eveline Steinberger-Kern

In diesem Intensivworkshop wird über das Mobilitätsverhalten von Elektroautos diskutiert. „Es gibt Konsumenten die elektrisch fahren würden, weil es zu deren Lifestyle gehört. Aber es fehlen die Möglichkeiten. Da braucht es einen Lenkungseffekt. In Skandinavien wo Anreize von staatlicher Seite gegeben sind ist dies erfolgreicher“, erklärt Dr. Steinberger-Kern. Vorteile und Anreize in Skandinavien sind beispielsweise Begünstigungen beim Parken, Steuerbegünstigungen oder der Entfall einer Straßengebühr. Seit heuer gibt es solche Vorteile auch in Österreich. Derzeit hat es aber noch keinen durchschlagenden Erfolg, weil es, so Steinberger-Kern, am Angebot fehle. Weiters wurden von unseren TeilnehmerInnen noch Fragen zum Unternehmen The Blue Minds Company gestellt.

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Mobilitätsverhalten bei Elektroautos bespricht Dr. Steinberger-Kern

 

Intensivworkshop Nr. 2 – „Energiemodellregion Holzwelt Murau“ mit Harald Kraxner

Bei der Diskussion mit Harald Kraxner wurden verschiedenste Fragen rund um die Region Murau behandelt. Ein neues Projekt der Energiemodellregion ist in Planung: Ein Energiezentrum, welches in den nächsten fünf Jahren erbaut werden soll. Dort sollen Forschungseinrichtungen vorhanden sein, welche wiederum Arbeitsplätze in der Region schaffen würden. „Wir wollen im Bereich Arbeitsplätze tätig werden!“ so Kraxner. Auch die Marke „Zurück zum Ursprung“ war ein heiß diskutiertes Thema in Kraxner’s Intensivworkshop. Angesprochen wurde das Startproblem der Marke. „Ursprünglich sollte es ja keine Bio-Marke werden“ erklärte ein Teilnehmer.

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Harald Kraxner steht Rede und Antwort beim Thema Energiemodellregion Murau

Intensivworkshop Nr. 3 – „Gemeinden und ihr Bezug zur Nachhaltigkeit“ mit Mag. Jürgen Suschek-Berger

Im dritten Intensivworkshop des Tages wird eine Art Rollenspiel initiiert. Die große TeilnehmerInnengruppe wird in vier Parteien gegliedert. Jede dieser Gruppen vertritt eine Maßnahme zum Thema Umwelt und Nachhaltigkeit in einer fiktiven Gemeinderatssitzung. Die anschließende Diskussion verläuft sehr diszipliniert und professionell. Die TeilnehmerInnen haben gute Argumente und verteidigen ihre Vorschläge. Am Ende waren die TeilnehmerInnen des Workshops positiv begeistert:„Es war eine sehr interessante Übung, da man vielen Leuten klar machen kann, dass man solche Themen nicht einzeln beleuchten kann. Wir müssen wieder zurück zu einem nachhaltigeren Lebensstil!“

 

Was passiert in der Praxis?

ALARMSTUFE ROT – Was passiert in der Praxis?

Der zweite Themenblock der Vortragsreihe am Energiecamp 2016 widmete sich der Praxis. Unter dem Titel „Was passiert in der Praxis?“ erzählen Dr. Eveline Steinberger-Kern, Mag. Jürgen Suschek-Berger und Mag. Gundel Perschler von Praxisbeispielen.

Nach einer kurzen Kaffeepause erklärte Dr. Eveline Steinberger-Kern, Geschäftsführerin von The Blue Minds Company, wie ihr Unternehmen Start-Up-Unternehmen und GründerInnen hilft. The Blue Minds Company ist ein österreichisches Unternehmen welches international vertreten ist. Sie unterstützen Start-Ups die bereits ein Konzept entwickelt haben und Hilfe bei der Umsetzung der Geschäftsmodelle benötigen. „Wir sagen, dass es mehr an den Geschäftsmodellen mit neuen Technologien fehlt. Man muss Wind in die Segel bekommen um Geld und Wertschöpfung zu verdienen“, erklärt Steinberger-Kern. Kunden von The Blue Minds Company sind beispielsweise bgood und Collective Energy.

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Dr. Steinberger-Kern stellt ihr Unternehmen The Blue Minds Company vor. 

Der zweite Vortrag zum Thema Praxis wurde von Mag. Jürgen Suschek-Berger gehalten. Er leitet das interuniversitäre Forschungszentrum Graz, welches im Bereich Energie und Klima forscht. Das neue Projekt „BEZUG“ beschäftigt sich mit der Frage, wie es den Gemeinden ergeht, welche Themen in den Gemeinden wichtig sind und welche Maßnahmen zukünftig zu setzen sind. Wünschenswerte Maßnahmen vieler Gemeinden sind beispielsweise Energieversorgung, Mobilität, Hochwasserschutz und Arbeitsplatzbeschaffung. Die zehn Maßnahmen, welche vom Forschungszentrum Graz ausgewählt wurden, sind unteranderem LED Straßenbeleuchtung, Hochwasserschutz, Gebäudesanierung, Mobilitätsverhalten, Bauernmärkte und Geschäftsflächen im Ortskern.

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„Zukunft ist grün, digital und elektrisch“, Mag. Gundel Perschler.

„Unsere Möglichkeiten sind da, wir müssen sie nur annehmen.“ Mag. Gundel Perschler, Geschäftsführerin der Energie Steiermark Mobilitäts GmbH erklärt die Zukunft der Energieversorgung. Grün, Digital und Elektrisch – so können wir eine nachhaltige Zukunft gestalten. Momentan stützen wir uns noch immer auf den fossilen Antrieb, aber die Alternativen wie Solar, Sonne und Biotreibstoff sind Produkte mit unendlichen Ressourcen und deshalb sehr attraktiv. „Die Elektromobilität wird stetig wachsen, denn der Anschaffungspreis wird geringer und Elektrotankstellen werden bis 2020 lückenlos ausgebaut werden. Wenn wir alle unseren Beitrag leisten, können wir uns in eine nachhaltige Zukunft entwickeln“, stellt Perschler fest.

 

 

Der Weg ins Jahr 2020

 

ALARMSTUFE ROT – Klima- und Energiefragen am Weg in das Jahr 2020

Das Energiecamp 2016 startete mit vier interessanten Vorträgen zum Thema ALARMSTUFE ROT – Klima- und Energiefragen am Weg in das Jahr 2020. Die Vorträge wurden in zwei Themenblöcke gegliedert. Der Erste beschäftigte sich mit dem Weg ins Jahr 2020.

Dr. Heinz G. Kopetz, Präsident der World Bioenergy Association sprach über die Rolle der Bioenergie im Klimaschutz. Zu Beginn räumt Kopetz mit Missverständnissen und Fehlinterpretationen von Klimawandel-Statistiken auf. Angelehnt ist das Thema Biomasse, an die UN-Klimakonferenz Paris, denn „Konferenzen schaffen den Rahmen aber jedes Land hat selbst die Aufgabe die Emissionen zu reduzieren“, so Kopetz. Die Verwendung von Fossiler Energie soll bis zum Jahr 2030 halbiert werden. Alternativen sieht Dr. Kopetz vor allem in der Wärmedämmung, Biomasse, Pellets und der Solarenergie. Auch die Option der Biotreibstoffe findet Kopetz denkbar: „Dadurch könnten beinahe 20% der Fossilen Treibstoffe ersetzt werden.“

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Dr. Heinz G. Kopetz spricht über die Rolle der Bioenergie im Klimaschutz

„Das Co2“-Budget der Erdgemeinschaft ist nahezu erschöpft. In 19 Jahren wird die Erdgemeinschaft das Co2-Budget verbraucht haben. Darum ist es entscheidend, dass wir international und national konsequent handeln!“ – spannend ging es im Vortrag von DI Ingmar Höbarth weiter. Er ist Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds und erklärte den TeilnehmerInnen Risiko und Chancen des Klimawandels und der Energiewende. „Es spielen sich hier gewaltige Veränderungen ab!“, so Höbarth. 99 Klima- und Energiemodellregionen gibt es seit 2015 in Österreich. Durch einen klugen Mix aus erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Energieeffizient und umweltfreundlichen Verkehrsmodellen sind diese Regionen sehr erfolgreich. Vorteile sind unteranderem neue Arbeitsplätze, neue Geschäftsmodelle und Klimaschulen.

Mag. Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark stellte die Maßnahmen des Landes Steiermark bis 2025 für den Klimaschutz und der Klimawandelanpassung vor. „Die Steiermark ist vom Klimawandel besonders betroffen!“, so Gössinger-Wieser. Auf Landesebene ist das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 16% zu senken. Seit 2005 gibt es zwar eine kontinuierliche Abnahme der Treibhausemissionen, jedoch mahnt Gössinger-Wieser diese Statistiken zu hinterfragen und sich externe Gründe näher anzusehen. In den letzten Jahren wurden viele Projekte des Landes Steiermark umgesetzt und auch neue Maßnahmen sind in Planung, jedoch werden diese nicht ausreichen um das 2 Grad C Ziel bis 2030 zu erreichen. Das Land Steiermark hat jedoch eine Klimawandelanpassungs-Strategie für die Steiermark für 2050 beschlossen. Themen sind unteranderem Soziales, Gesundheit, Tourismus und Landwirtschaft. „Wir sind am richtigen Weg und dürfen nicht locker lassen was Klimaschutz anbelangt“ so Mag. Gössinger-Wieser abschließend.

Vom Globalen zum Regionalen: Harald Kraxner, Geschäftsführer der Leaderregion Holzwelt Murau spricht über die Beiträge des Bezirkes Murau zum Thema Klimaschutz. Murau ist der einzige Bezirk der Steiermark ohne Feinstaubbelastung. „Murau nimmt die Vorreiterrolle in umweltgerechter Landwirtschaft, erneuerbaren Energien und der ausgeprägten Forst- und Holzwirtschaft in Österreich ein“, erklärt Kraxner. Die Marke „Zurück zum Ursprung“ ist nur eines vieler Vorzeigeprojekte der Region. Vor zehn Jahren wurde sie gegründet und vor zwei Jahren erhielt sie bereits den Klimaschutzpreis. Auch im Bereich Energie ist Murau vorne dabei: „Wir produzieren mehr Strom als wir verbrauchen, wir tüfteln an Energiekonzepten, wir haben spezielle Unternehmen für Klimaschutz in der Region, Bürgermeister und Gemeinderäte unterstützen unsere Projekte und drei von vier Gebäuden werden mit erneuerbarer Energie beheizt“, berichtet Kraxner. Ein weiteres neues Projekt der Holzwelt Murau ist „Lärche offensiv“. Als Maßnahmen dafür nennt Kraxner Vermehrungsgut, Naturverjüngung und Mischbaumeinbindung. „Wegen diesen Maßnahmen glaube ich, dass das Projekt „Lärche offensiv“ eine zukunftsfähige Maßnahme ist!“, so Harald Kraxner.

 

DANKE Energiecamp 2015

Wir möchten für die zwei spannenden Energiecamp-Tage in der Holzwelt Murau danke sagen:

Bei allen TeilnehmerInnen, die mit großer Begeisterung und Interesse dabei waren.

Danke an unsere Vortragenden: Dipl. Ing. Roland Bergmayer, Herbert Saurugg MSc, Ing. Kurt Woitischek, Dipl. Ing. (FH) Salia Konate, Mag. Johannes Frühmann und Hubert Canaval, die uns einen Einblick in ihre Themenbereich geben konnten und Vertiefungen in den Workshops ermöglicht haben.

Danke an das Brauhaus-Team rund um Frau Helga und Arthur.

Danke an das E-Mobil-Team für den E-Mobiltitäs-Testparcours.

Danke an die Unterstützer des Energiecamps:

Land Steiermark Abteilung 6 für Bildung, Familie und Jugend sowie Abteilung 15 für Erneuerbare Energien und Klimaschutz
Sponsoren: Energie Steiermark, Zeiringer Naturinstallateur, Brauerei Murauer, Volksbank Obersteiermark, Murauer Stadtwerke.

Wir freuen uns auf das Energiecamp 2016.