Die Stadt und ihre Mobilität

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Mit gefüllten Mägen startet der letzte Indoor Vortrag des Energiecamps 2017 mit Arch. DI Christoph Schwarz, der über „Die Stadt und ihre Mobilität“ spricht.

Anhand vieler praktischer Beispiele schulte er die Augen der TeilnehmerInnen für den in Kürze stattfindenden Spaziergang durch Murau. Themen wie die Entwicklung des Straßenbildes, die Multifunktionalität der Ausstattung, Parkraumnutzung etc. wurden informativ und mit vielen Bildern unterlegt andiskutiert.

„Wichtig für die Zukunft: In der Gestaltung nicht die Sprache des Verkehrs, sondern die des sozialen Lebens sprechen zu lassen“

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Die Innovation Lounge

Wie sieht’s aus im Start Up Bereich bezüglich E(-)Mobilität?! Im Zuge der Innovation Lounge ist das Energiecamp dieser Frage auf den Grund gegangen. Mit Kreisel Electric, ADD-E und NEO-World konnten drei tolle Firmen gewonnen werden, die Einblicke in ihr täglich Brot gegeben haben.

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Spannende Produkte regen natürlich auch zu fruchtbringenden Diskussionen an. Wer weiß, welche neuen Kooperationen sich da heute so gefunden haben…

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Jetzt geht’s aber ab zum Essen. Es warten herrlich Speisen wie „Gebratenes Lachsforellenfilet aus der regionalen Fischzucht Schwarzenberg mit Petersilkartoffeln” etc.darauf verschlungen zu werden. Danach lädt die Chill Out Lounge mit DJ MC CC zum Nachbesprechen der vielen Eindrücke sowie zum gemütlichen Beisammensein.

Das war’s für heute. Morgen früh um 09:00 geht’s weiter. Wir freuen uns, wenn ihr wieder mit dabei seid!

 

Weiter gehts…

Gestärkt durch Kaffee und Kuchen geht es in die nächste Runde.

„Strombruder“ Dr. Philipp Berkessy spricht über die E-Mobility Play Days von Redbull, welche am 29. und 30. September 2017 das erste Mal am Red Bull Ring stattfinden werden.“E-Mobilität muss man spüren! Es ist spannend und es ist sportlich.“ Aufbauend auf diesem Hintergrund sollen die BesucherInnen heuer für E-Mobilität in den verschiedensten Bereichen begeistert werden. Events wie der Drohnen-Weltcup, die Weltpremiere der Drohnenserie von Red Bull, die E-Roboter Fußball-Weltmeister, Segway Polo etc. sollen die Menschen für E-Mobilität begeistern.

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Auf Herrn Berkessy folgt Mag. Dr. Gustav Oberwallner, der als „Vertreter des KFZ –Handels“ über „Auto und Gesellschaft – Mobilität ist Emotion“ auftritt. Unter anderem spricht er über das oft etwas zögerliche Verhalten der ÖsterreicherInnen in Bezug auf Neuerungen: „Die Kunden entscheiden und man sieht im Moment es ist eine sehr zaghafte Entscheidung.“ Außerdem beleuchtet er die Vor- und Nachteile der E-Mobilität für den Handel und den Kunden.

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Mit der Vorstellung der Best Practice Beispiele im ländlichen Raum, durch die beiden Bürgermeister Dr. Peter Brandauer für die Gemeinde Werfenweng und DI Friedrich Ferdinand Pichler für Stanz im Mürztal, endet der zweite Infoblock. Dr. Brandauer stellt das Konzept der SaMo-Card vor, mit welcher Gäste, die mit dem Bus bzw. der Bahn anreisen (oder den Autoschlüssel nach der Ankunft abgeben) eine große Anzahl an Angeboten in der Gemeinde gratis (Transportshuttle, Spaßfahrzeuge etc.) nutzen können. „Unser Credo ist: wir verbieten nicht wir ermöglichen!“

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Dem gegenüber stellt DI Pichler die Gemeinde Stanz vor, die sich noch am Beginn einer Entwicklung Richtung Zukunft befindet. Er stellt den „Kostnixladen“ vor sowie das von der Gemeinde angemietete Elektroauto, welches als eine Art Ruftaxi für die Gemeinde fungiert. Da Stanz eine hohe Anzahl an Pendler aufweist, sollen in Zukunft zusätzlich vermehrt Fahrgemeinschaften gefördert werden.

In Kürze geht’s los mit der „Innovation Lounge“.

Begrüßung und rein in das Thema „Energie Mobil“

Mit den einführenden Worten von Harald Kraxner (Holzwelt Murau) startet die erste Vortragsreihe des Energiecamp 2017.
Wir freuen uns auf interessante Beiträge von regionalen und überregionalen Referenten mit den verschiedensten Zugängen zur e-Mobilität.
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Ein paar Impressionen:
„Die Brauerei Murau produziert ihr Bier CO2-neutral“ (Ing. Kurt Woitischek, Stadtwerke Murau)
„Hat der Bus Verspätung, fahre ich nicht mehr mit den ÖVs. Steh ich im Stau, fahre ich nicht mehr mit dem Auto?“ oder „Hat der Stau was faszinierendes?“ (Markus Frewein, Verkehrplus)
„Woher kommt der Strom dafür?“ (DI Dr. Gspaltl, E-Mobilitätsbeauftragter, Büro Landesrat Anton Lang)
„Klimaschäden kosten uns jährlich über 1.000.000.000 €, in den nächsten Jahren eher 4 – 5.000.000.000 €“ (Mag. Erich Fritz, Holzwelt Murau)
Jetzt schnell einen Kaffee, dann geht’s spannend weiter! Bei uns seid Ihr mittendrin.

Unterwegs zum Energiecamp

Wer mit dem Zug nach Murau angereist ist, wechselte in Unzmarkt auf die schmalspurige Murtalbahn. Unterwegs stieg Betriebsleiter Bernhard Wallner zu und erzählte auf der gemütlichen Fahrt nach Murau über die lange Tradition der Regionalbahn und ihre Entwicklung.

Die 1894 eröffnete Schmalspurbahn diente seit jeher dem Güter- und Personenverkehr und ist Teil der Steiermärkischen Landesbahnen. Mit ihren rund 65 Kilometern ist sie die zweitlängste Schmalspurbahn Österreichs und verbindet Unzmarkt und Tamsweg. Heute wird sie nicht nur für Nostalgiefahrten genutzt, sondern sie ist wichtiger Bestandteil des Regionalverkehrskonzeptes. Vor allem Fahrradtouristen nutzen die Bahnverbindung in den letzten Jahren zunehmend.

Im Anschluss bestand die Möglichkeit die Hauptwerkstätte in Murau zu besichtigen, in der die original erhaltenen Dampflokomotiven aus nächster Nähe bewundert werden konnte.

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Und jetzt ab zum Energiecamp.

Herzlich Willkommen beim Energiecamp 2017!

Es ist wieder soweit, nach 2015 und 2016 ist Murau bereits zum dritten Mal in Folge Austragungsort des Energiecamps.

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Unter dem Motto „ENERGIE MOBIL – (E-) Mobile Herausforderungen im Ländlichen Raum“ finden sich auch heuer wieder zahlreiche InteressentInnen zum gemeinsamen Informieren, Diskutieren und Ausprobieren ein.

 

Wie gestalten wir unsere Mobilität? Welchen Nutzen hat E-Mobilität für den Tourismus? Und wie fühlt sich Tesla Power wirklich an? Den Antworten auf diese und auf zahlreiche weitere Fragen, werden in den nächsten Tagen und Stunden auf den Grund gegangen.

 

Wer dieses Mal nicht live mit dabei sein kann, hat die Möglichkeit auf diesem Blog das Geschehen zu verfolgen. Weiterführende Infos und noch mehr Bilder gibt es auf der Facebook-Seite „Energiecamp Holzwelt Murau“ bzw. via Twitter unter #energiecamp.

 

Mit großer Vorfreude und jeder Menge (CO2 neutralem) Vollgas starten wir ins Energiecamp 2017!

 

Das war das Energiecamp 2016

Das Energiecamp Holzwelt Murau 2016 ist vorbei. Es waren interessante und lehrreiche Tage, bei denen die TeilnehmerInnen viel lernen und mitnehmen konnten. Der Donnerstag war noch recht theoretisch aufgebaut: Vorträge von Experten wie Dr. Heinz G. Kopetz (Präsident der World Bioenergy Association), Harald Kraxner (Geschäftsführer der Leaderregion Holzwelt Murau), Dr. Eveline Steinberger-Kern (Geschäftsführerin von The Blue Minds Company) und Mag. Jürgen Suschek-Berger (Interuniversitäres Forschungszentrum Graz) standen auf der Tagesordnung.

„Die Vorträge waren sehr interessant und vielfältig. Jeder hat seinen Fachbereich eingebracht und die Exkursionen waren auch toll. Man konnte die Menschen dahinter treffen und herausfinden was die machen.“ Johann Jungwirth

Der Freitag gestaltete sich sehr praktisch: Die Teilnehmer hatten die Wahl aus zwei verschiedenen Exkursionen. Die eine führte sie zum Murkraftwerk und dem Nahwärmeheizwerk Murau. Die zweite Exkursion beschäftigte sich mit dem Projekt „Lärche offensiv“ und der Besichtigung eines Bio-Bauernhofes. 

„Mir haben die Vorträge von den zwei Damen (Dr. Eveline Steinberger-Kern und Mag. Gundel Perschler) sehr gut gefallen. Da hab ich am meisten gelernt! Und die Exkursion in den Wald hat mir auch sehr gut gefallen, es war wunderschön! Der Moderator der Vorträge war zudem sehr kompetent und das Buch von Dr. Kopetz werde ich mir definitiv kaufen!“  Teilnehmerin aus der Steiermark

Nach einem abschließenden Mittagessen hatten die TeilnehmerInnen noch die Möglichkeit eine Auswahl des Fuhrparkes der Energie Steiermark zu testen. Der E-Mobilitätsparcours bietet neben E-Rollern, E-Bikes und  Twizy’s auch einen Elektro-BMW zum testen an.

„Die Exkursion zum Nahwärmekraftwerk hat mir voll gedaugt! Die Organisation des Camps war außerdem sehr toll!  Bei den Vorträgen haben mir aber kritische Perspektiven bezüglich sozialem Engagement gefehlt. gaben gefehlt.“ Johannes Schwarz

Wir bedanken uns bei allen Vortragenden, Experten und Expertinnen und TeilnehmerInnen für diese gelungene Veranstaltung im Brauhaus Murau. Nur Dank eurer tollen Ideen und Fragestellungen und eurer guten Stimmung, war das Energiecamp Holzwelt Murau 2016 so erfolgreich!

 

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Lärche offensiv & Bio-Bauernhof

Der zweite Tag im Energiecamp 2016 startet mit zwei spannenden Exkursionen! Die Erste, welche wir begleitet haben, führt uns zum Projekt „Lärche offensiv“ und zu einem Biobauernhof in der Region Murau.

Bezirksförster Ing. Albert Dorfer führte die Gruppe der TeilnehmerInnen in einen Teil des Murauer Forstgebietes und erklärte das Projekte „Lärche offensiv“, welches 2008 geboren wurde. „Kohlendioxid ist noch immer der Mangel, der bei einer Pflanze da ist, wenn alle anderen Nährstoffe vorhanden sind“, erklärt Dorfer. Ein großes Problem stellt der Wildverbiss in Österreich dar. Im Jahre 1950 hatten wir in Österreich einen Gesamtabgang von 10.000 Stück Wild, 2004 waren es bereits 74.000! Diese Zahlen sind alarmierend, und erschweren die Aufforstung. Ing. Dorfer gibt nützliche Tipps: „Ich muss nur schauen, dass ich dem Baum den ich forcieren möchte, einen Vorsprung verschaffe! In dem ich beispielsweise, der Lärche den Platz den sie benötigt verschaffe und eine Astreinigung durchführe!“ Aber auch in der Gruppe tauchten einige Fragen auf: Streunutzung, Strukturwandel von Land- und Forstwirtschaft, Jagd in Österreich, Schutzwald und Endbaum, waren einige der interessanten Themen.

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Bei einer aufschlussreichen Busfahrt, bei der die TeilnehmerInnen noch einiges über Laubwälder und Lärchen erfahren durften, fuhr der Bus auf 1200 Höhenmeter. Dort befindet sich der „Zurück zum Ursprung“-Bio-Bauernhof von Familie Bischof. Sie führen seit 1994 einen reinen Bio-Heumilchbetrieb und besitzen 87 Stück Vieh, 21 davon sind Melkkühe. Zum Bauernhof gehören 75 Hektar Land, 33 Hektar davon sind Grünfläche und die restlichen 42 dienen der Forstwirtschaft.

„Das Tierwohl kommt als Problem dazu! Darüber muss sich ein Bauer Gedanken machen! Wir haben uns entschlossen den ganzen Stall tiergerecht umzubauen, damit die Tiere frei herumlaufen können!“ Katharina Bischof

Zum Start der Führung wird der Heuboden besichtigt. Er ist ein großes Projekt der Familie Bischof, denn er wurde neu ausgebaut. Die TeilnehmerInnen finden besonders an den direkten Bodenklappen, die in den darunter gelegenen Stall führen.

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Die TeilnehmerInnen konnten einen Bio-Bauernhof kennenlernen.

Im geräumigen Kuhstall sehen die TeilnehmerInnen neben den Kälbern auch Dauerleistungskühe und eine Melkanlage. Familie Bischof versucht die vielen aufkommenden Fragen der Energiecamp-TeilnehmerInnen mit bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Diskutiert wird über den Milchpreis, Zucht, Milch- und Fleischproduktion auf. „Manchmal ist es natürlich schwierig sich von einem Vieh zu trennen. Besonders in Kleinbetrieben baut man oft eine Beziehung zum Tier auf“, so der Heumilchbauer Bischof auf die Frage einer Teilnehmerin.

Zum Abschluss der Exkursion spendierte Familie Bischof noch Kaffee, frischen Saft, Kuchen und Bier!

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Zum Abschluss gab es vor dem Hof noch Kaffee & Kuchen

 

 

„Mutter Erde ruft um Hilfe“

„Mutter Erde ruft um Hilfe – Energiepolitik führt die Menschheit in den Abgrund“ Dr. Heinz G. Kopetz im großen Interview.

Der erste Tag des Energiecamps 2016 in Murau ist vorüber. Bevor die TeilnehmerInnen jedoch entlassen wurden, stand noch eine spannende Lesung und Podiumsdiskussion mit Dr. Heinz G. Kopetz am Programm. Im Buch „Mutter Erde ruft um Hilfe – Energiepolitik führt die Menschheit in den Abgrund“ antwortet Kopetz auf verschiedenste Fragen bezüglich Klimaveränderung und Energiepolitik.

„Die bisherigen Katastrophen als Folge des Klimawandels sind nur ein kleiner Vorgeschmack dessen, was bei Fortsetzung dieser Politik auf die Generation unserer Kinder und Enkel zukommt.“ Heinz G. Kopetz

„Wir haben mit diesem Buch versucht die Problematik der Klimadiskussion vereinfacht darzustellen“, erklärt Kopetz. Die Bausteine des Buches sind, unteranderem, die Darstellung von Messergebnissen. Ein großes und unbekanntes Problem ist, dass die Co2 Emissionen von den Ozeanen absorbiert werden, wodurch der Co2-Gehalt in den Meeren steigt und deren PH-Wert verändert wird. Die Lebensbedingungen für Plankton werden dadurch verschlechtert. Experten warnen, dass dadurch die Fischpopulation sinken wird.

„Solange Subventionen für Öl, Gas und Kohle nicht abgebaut werden und die Staaten keine Kohlenstoffsteuer einführen, wird sich am Trend des Energieverbrauchs nicht viel ändern.“ Heinz G. Kopetz

„Wir haben ein echtes Problem mit der Zeit, denn es gibt einen Unterschied zwischen wirtschaftlichen, finanziellen Problemen und klimatischen Problemen. Finanzielle Probleme können von Menschen gelöst werden, beim Klimawandel ist es die Natur, und die können wir nicht ändern. Wenn wir die Klimaerwärmung ignorieren, müssen wir die Zeche dafür zahlen.“ argumentiert Kopetz. Weiters sagt er, dass wir nur mehr fünf bis zehn Jahre Zeit haben um die Erderwärmung zu stoppen. Danach sei dieses Zeitfenster für die nächsten 400 bis 500 Jahre wieder geschlossen und wir können die Erwärmung nicht mehr stoppen. „Wenn, dann müssten wir jetzt handeln“, meint Kopetz.

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„Mutter Erde ruft um Hilfe“ Dr. Kopetz im Interview

Nach dieser Einführung in die Materie des Buches „Mutter Erde ruft um Hilfe“, wird das Publikum aktiv und stellt Kopetz fachliche Fragen zu den Themen Klimagerechtigkeit, Co2-Steuer, Durchsetzung von Gesetzen und Steuern, Donald Trump und der Klimakonferenz in Paris. Diese belebte Diskussion schließt den ersten Tag des Energiecamps 2016 in Murau glorreich ab.