Lärche offensiv & Bio-Bauernhof

Der zweite Tag im Energiecamp 2016 startet mit zwei spannenden Exkursionen! Die Erste, welche wir begleitet haben, führt uns zum Projekt „Lärche offensiv“ und zu einem Biobauernhof in der Region Murau.

Bezirksförster Ing. Albert Dorfer führte die Gruppe der TeilnehmerInnen in einen Teil des Murauer Forstgebietes und erklärte das Projekte „Lärche offensiv“, welches 2008 geboren wurde. „Kohlendioxid ist noch immer der Mangel, der bei einer Pflanze da ist, wenn alle anderen Nährstoffe vorhanden sind“, erklärt Dorfer. Ein großes Problem stellt der Wildverbiss in Österreich dar. Im Jahre 1950 hatten wir in Österreich einen Gesamtabgang von 10.000 Stück Wild, 2004 waren es bereits 74.000! Diese Zahlen sind alarmierend, und erschweren die Aufforstung. Ing. Dorfer gibt nützliche Tipps: „Ich muss nur schauen, dass ich dem Baum den ich forcieren möchte, einen Vorsprung verschaffe! In dem ich beispielsweise, der Lärche den Platz den sie benötigt verschaffe und eine Astreinigung durchführe!“ Aber auch in der Gruppe tauchten einige Fragen auf: Streunutzung, Strukturwandel von Land- und Forstwirtschaft, Jagd in Österreich, Schutzwald und Endbaum, waren einige der interessanten Themen.

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Bei einer aufschlussreichen Busfahrt, bei der die TeilnehmerInnen noch einiges über Laubwälder und Lärchen erfahren durften, fuhr der Bus auf 1200 Höhenmeter. Dort befindet sich der „Zurück zum Ursprung“-Bio-Bauernhof von Familie Bischof. Sie führen seit 1994 einen reinen Bio-Heumilchbetrieb und besitzen 87 Stück Vieh, 21 davon sind Melkkühe. Zum Bauernhof gehören 75 Hektar Land, 33 Hektar davon sind Grünfläche und die restlichen 42 dienen der Forstwirtschaft.

„Das Tierwohl kommt als Problem dazu! Darüber muss sich ein Bauer Gedanken machen! Wir haben uns entschlossen den ganzen Stall tiergerecht umzubauen, damit die Tiere frei herumlaufen können!“ Katharina Bischof

Zum Start der Führung wird der Heuboden besichtigt. Er ist ein großes Projekt der Familie Bischof, denn er wurde neu ausgebaut. Die TeilnehmerInnen finden besonders an den direkten Bodenklappen, die in den darunter gelegenen Stall führen.

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Die TeilnehmerInnen konnten einen Bio-Bauernhof kennenlernen.

Im geräumigen Kuhstall sehen die TeilnehmerInnen neben den Kälbern auch Dauerleistungskühe und eine Melkanlage. Familie Bischof versucht die vielen aufkommenden Fragen der Energiecamp-TeilnehmerInnen mit bestem Wissen und Gewissen zu beantworten. Diskutiert wird über den Milchpreis, Zucht, Milch- und Fleischproduktion auf. „Manchmal ist es natürlich schwierig sich von einem Vieh zu trennen. Besonders in Kleinbetrieben baut man oft eine Beziehung zum Tier auf“, so der Heumilchbauer Bischof auf die Frage einer Teilnehmerin.

Zum Abschluss der Exkursion spendierte Familie Bischof noch Kaffee, frischen Saft, Kuchen und Bier!

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Zum Abschluss gab es vor dem Hof noch Kaffee & Kuchen

 

 

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2 Gedanken zu “Lärche offensiv & Bio-Bauernhof

  1. Leider konnte ich nur den zweiten Tag besuchen. Die Exkursion zu den „Lächenwäldern“ war fachlich hervorragend begleitet. Für den Biobauernhof in Rinegg war der Besuch eher landwirtschaftsfremder Personen eine interessante Erfahrung, weil ganz andere Fragen als bei Besuchen von Berufskollegen gestellt wurden. Wir sollten die Konsumenten öfter in die Stallungen der Bauern führen.

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