Der Weg ins Jahr 2020

 

ALARMSTUFE ROT – Klima- und Energiefragen am Weg in das Jahr 2020

Das Energiecamp 2016 startete mit vier interessanten Vorträgen zum Thema ALARMSTUFE ROT – Klima- und Energiefragen am Weg in das Jahr 2020. Die Vorträge wurden in zwei Themenblöcke gegliedert. Der Erste beschäftigte sich mit dem Weg ins Jahr 2020.

Dr. Heinz G. Kopetz, Präsident der World Bioenergy Association sprach über die Rolle der Bioenergie im Klimaschutz. Zu Beginn räumt Kopetz mit Missverständnissen und Fehlinterpretationen von Klimawandel-Statistiken auf. Angelehnt ist das Thema Biomasse, an die UN-Klimakonferenz Paris, denn „Konferenzen schaffen den Rahmen aber jedes Land hat selbst die Aufgabe die Emissionen zu reduzieren“, so Kopetz. Die Verwendung von Fossiler Energie soll bis zum Jahr 2030 halbiert werden. Alternativen sieht Dr. Kopetz vor allem in der Wärmedämmung, Biomasse, Pellets und der Solarenergie. Auch die Option der Biotreibstoffe findet Kopetz denkbar: „Dadurch könnten beinahe 20% der Fossilen Treibstoffe ersetzt werden.“

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Dr. Heinz G. Kopetz spricht über die Rolle der Bioenergie im Klimaschutz

„Das Co2“-Budget der Erdgemeinschaft ist nahezu erschöpft. In 19 Jahren wird die Erdgemeinschaft das Co2-Budget verbraucht haben. Darum ist es entscheidend, dass wir international und national konsequent handeln!“ – spannend ging es im Vortrag von DI Ingmar Höbarth weiter. Er ist Geschäftsführer des Klima- und Energiefonds und erklärte den TeilnehmerInnen Risiko und Chancen des Klimawandels und der Energiewende. „Es spielen sich hier gewaltige Veränderungen ab!“, so Höbarth. 99 Klima- und Energiemodellregionen gibt es seit 2015 in Österreich. Durch einen klugen Mix aus erneuerbaren Energien, Maßnahmen zur Energieeffizient und umweltfreundlichen Verkehrsmodellen sind diese Regionen sehr erfolgreich. Vorteile sind unteranderem neue Arbeitsplätze, neue Geschäftsmodelle und Klimaschulen.

Mag. Andrea Gössinger-Wieser, Klimaschutzkoordinatorin des Landes Steiermark stellte die Maßnahmen des Landes Steiermark bis 2025 für den Klimaschutz und der Klimawandelanpassung vor. „Die Steiermark ist vom Klimawandel besonders betroffen!“, so Gössinger-Wieser. Auf Landesebene ist das Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 16% zu senken. Seit 2005 gibt es zwar eine kontinuierliche Abnahme der Treibhausemissionen, jedoch mahnt Gössinger-Wieser diese Statistiken zu hinterfragen und sich externe Gründe näher anzusehen. In den letzten Jahren wurden viele Projekte des Landes Steiermark umgesetzt und auch neue Maßnahmen sind in Planung, jedoch werden diese nicht ausreichen um das 2 Grad C Ziel bis 2030 zu erreichen. Das Land Steiermark hat jedoch eine Klimawandelanpassungs-Strategie für die Steiermark für 2050 beschlossen. Themen sind unteranderem Soziales, Gesundheit, Tourismus und Landwirtschaft. „Wir sind am richtigen Weg und dürfen nicht locker lassen was Klimaschutz anbelangt“ so Mag. Gössinger-Wieser abschließend.

Vom Globalen zum Regionalen: Harald Kraxner, Geschäftsführer der Leaderregion Holzwelt Murau spricht über die Beiträge des Bezirkes Murau zum Thema Klimaschutz. Murau ist der einzige Bezirk der Steiermark ohne Feinstaubbelastung. „Murau nimmt die Vorreiterrolle in umweltgerechter Landwirtschaft, erneuerbaren Energien und der ausgeprägten Forst- und Holzwirtschaft in Österreich ein“, erklärt Kraxner. Die Marke „Zurück zum Ursprung“ ist nur eines vieler Vorzeigeprojekte der Region. Vor zehn Jahren wurde sie gegründet und vor zwei Jahren erhielt sie bereits den Klimaschutzpreis. Auch im Bereich Energie ist Murau vorne dabei: „Wir produzieren mehr Strom als wir verbrauchen, wir tüfteln an Energiekonzepten, wir haben spezielle Unternehmen für Klimaschutz in der Region, Bürgermeister und Gemeinderäte unterstützen unsere Projekte und drei von vier Gebäuden werden mit erneuerbarer Energie beheizt“, berichtet Kraxner. Ein weiteres neues Projekt der Holzwelt Murau ist „Lärche offensiv“. Als Maßnahmen dafür nennt Kraxner Vermehrungsgut, Naturverjüngung und Mischbaumeinbindung. „Wegen diesen Maßnahmen glaube ich, dass das Projekt „Lärche offensiv“ eine zukunftsfähige Maßnahme ist!“, so Harald Kraxner.

 

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