Tag 2: Wieso plötzlich Amsterdam wichtig wird

In Amsterdam ging das Licht aus. Während man in Murau über die Theorie sprach, wurde deutlich wie real die Gefahr des Blackouts wirklich ist. Denn ein ein Defekt in einer Hochspannungsstation bei Amsterdam legte das Stromnetz um die Hauptstadt vorübergehend lahm. 

Zurück nach Murau: Im World Cafe wurde gerade eifrig diskutiert, wie man sich persönlich auf ein Blackout vorbereiten kann, als die Nachricht die Teilnehmer erreichte. Das World Cafe – Ein System, bei dem jeder Teilnehmer eine Nummer zieht und so einem der fünf vorbereiteten Tischen zugewiesen wird. Nach 30 Minuten werden die Tische wieder durchgemischt. So wurde versucht auf fünf Fragen Antworten zu finden:

  • Wie kann man sich im Alltag auf ein Blackout vorbereiten?
  • Welche Methoden könnten angewendet werden, um mehr Aufmerksamkeit für das Thema Blackout zu erzeugen?
  • Welche Ideen für die Weiterentwicklung der Energiemodellregion Murau gibt es?
  • Welche internationale Kooperationen könnten umgesetzt werden?
  • Was nehmen die Teilnehmer persönlich aus dem Energiecamp mit? Welchen Schwerpunkt könnte für eine Fortsetzung des Energie Camps gesetzt werden?

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Bei den zahlreichen motivierten Teilnehmern war das jedoch kein Problem. Schnell entwickelte jede Konstellation eine eigene Dynamik und die Gruppen kamen jeweils zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen. Trotzdem zog sich meist ein roter Faden durch die Diskussion. Auch auf die Frage, wie man sich selbst auf einen Stromausfall vorbereiten kann, wurde intensiv eingegangen. Besonders fiel auf, dass kaum jemand auf eine Katastrophe vorbereitet wäre. Viel mehr verlasse man sich darauf, dass es die öffentliche Hand „schon richten würde“. Die Teilnehmer kamen aber auch zu dem Schluss: Wer am Land lebt ist bei Stromversagen auf der sichereren Seite.

Nach der interessanten Präsentation der gesammelten Ideen war das Energiecamp offiziell zu Ende. Nachdem sich der Moderator Wolfgang Eltner verabschiedete, ertönte jedoch noch eine Kinderstimme aus dem Publikum: „Darf ich auch noch etwas sagen?“ Die extra aus Wien angereiste Schulklasse wollte sich bei den Veranstaltern bedanken. Denn die Reise aus der Hauptstadt hätte sich gelohnt, da die Klasse viel Neues gelernt hatten. So gehen zwei erfolgreiche, spannende, dynamische und abwechslungsreiche Tage zu Ende. Wir sehen uns beim nächsten Mal!

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2 Gedanken zu “Tag 2: Wieso plötzlich Amsterdam wichtig wird

  1. Das Energie Camp war eine tolle Veranstaltung und auch ich konnte viele interessante Gespräche und Eindrücke mitnehmen. Eine Motivation, mit der breiten Sensibilisierung weiter zu machen. Viele TeilnehmerInnen waren zuerst doch etwas erschlagen von den völlig neuen und durchaus heftigen Eindrücken. Aber sie haben auch viele tolle Ideen, wie wir unsere Selbstwirksamkeit erhöhen können. Und ich bin zuversichtlich, dass die TeilnehmerInnen das Thema auch weitertragen werden – nicht zuletzt aufgrund der Meldung aus Holland, auch wenn das kein wirkliches Blackout war und sehr glimpflich verlaufen ist.

    Hier auch der Hinweis – sollte wirklich mal etwas schief gehen – auch bei anderen Ereignissen – wir haben es selbst in der Hand bzw. müssen die Initiative ergreifen: http://www.wirpackenan.at

    Spannend ist auch die Meldung auf Spiegel online: „In dieser Zweiteilung und in der Komplexität des Systems könnte auch die Hürde liegen, die im Ernstfall schwere Probleme verursachen kann – so zumindest die ersten Vermutungen.“

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